Hochprozentige Milch?Posted by toddi on Juli 16th, 2009
Nein, gemeint ist nicht der Fettgehalt. Oder ist es möglich, dass man von Milch betrunken wird?
Teil 1
Teil 2
über “Franz Grillpanzer” und “finanziellen Urin”
Nein, gemeint ist nicht der Fettgehalt. Oder ist es möglich, dass man von Milch betrunken wird?
Lange Zeit war es ruhig. Doch jetzt kriechen sie wieder aus ihren Löchern hervor. Die raffgierigen Leute, die die Krise für “ihren Reibach” nutzen wollen. Der Appel (Deutsche Post-DHL) meint, es ist an der Zeit, den Beschäftigten den Gürtel soweit enger zu schnallen, bis er würgt.
In der Weltwirtschaftskrise dürfen die Eigentümer nicht verlieren, dafür hält man sich doch Manager. Wenn das Management sich auf den Märkten verzockt (verwettet) hat, kann es nur auf die alten Methoden zurückgreifen , wie
- Lohnkürzung (weniger verdienen)
- Erhöhung des Arbeitsdrucks (schneller mehr leisten)
- Verlängerung des Arbeitstages ohne Lohnausgleich (länger arbeiten ohne Geld dafür zu erhalten)
- Freisetzung (Kündigung)
Obwohl das passiert sowieso immer! Nur wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt abzuzocken, dann wird auf altbewährtes verstärkt zurückgegriffen.
Appel spekuliert darauf, daß er, in der Zeit der Krise, mit seinen asozialen Argumenten die Menschen besser über den Tisch ziehen kann. Doch worum geht es Appel wirklich? Appel ist ein Angestellter und er hat einen Vertrag zu erfüllen.
Er muss als Vorstandsvorsitzender dafür Sorge tragen, dass die Postaktie noch mehr Wert ist und eine hohe Dividende an die Eigentümer gezahlt wird. Dafür muss der arme Mann sich schon mehr als nur ein Bein ausreissen.
Hört sich nicht gerade an wie “Soziale Marktwirtschaft”,oder?
Sozial und Marktwirtschaft passen eh nicht zusammen. Solidarität und Konkurrenz sind vielleicht ein klein wenig widersprüchlich? Sind Arbeitnehmer in ihrem Anspruchsdenken zu wenig solidarisch mit den Eigentümern der Firmen, in denen sie für den Reichtum der Eigentümer arbeiten?
Solidarität heißt teilen! Wer mehr hat, gibt etwas von dem Mehr an Leute die Weniger haben.
In den Tarifauseinandersetzungen, der letzten Jahre, haben wir sehen können, wie solidarisch die Besserverdienenden und Eigentümer sind. Wir haben Jahre mit Reallohnverlusten auskosten dürfen und die anderen haben Gewinne ohne Ende hinnehmen müssen..Die Gewinner wollen, in der Krise, nicht auf ihren Profit verzichten. Wobei ich denke, wenn die Verlierer ihre Verluste verlieren, wären Sie nicht unglücklich, wollen wir wetten?
Geht das mit: weiter so?
Der Betriebssowjet
Nun ist er da, der Wahlkampf, und mit ihm wieder, wie immer, zeigen uns die Plakate der verschiedenen Parteien, wen oder welche Partei wir denn so wählen dürfen, aber nicht weshalb. Im Gegensatz zu früheren Wahlen fehlen auf diesen Plakaten die Wahlversprechungen, wie z.B. „die Rentiere sind sicher“ oder so ähnlich. Wahlversprechungen sind ja auch nicht mehr nötig, denn sie werden soundso nicht eingehalten. Denn Franz Müntefering schimpfte ja einst wie ein Rohrspatz, dass es ja schließlich „unfair“ sei, die Parteien an ihren Wahlkampfversprechen zu messen.
Die Plakate der SPD zur Europawahl zeigen, dass sie im Voraus weiß, wer welche Partei wählt und betreibt damit das, was sie am besten kann: Wählervertreibung.
So steht auf ihren Plakaten:
Dumpinglöhne würden CDU wählen.
Heiße Luft würde DIE LINKE wählen.
Finanzhaie würden die FDP wählen.
Auf der Suche nach der Definition, was denn ein Finanzhai sei, habe ich einen Artikel mit folgender Überschrift gefunden:
Der Finanzhai der SPD vor dem Untersuchungsausschuss
Hat die SPD sich mit dem Bundesfinanzminister Peer Steinbrück etwa ein Kuckucksei ins Nest legen lassen, welches nun die FDP wählt? Dass die SPD langsam vor die Hunde geht, ist ja nichts Neues. Sollte sie bei künftigen Wahlen prozentual zweistellige Ergebnisse erzielen, hat sie wohl nochmal Schwein gehabt.
Ende Teil 1.
PS: Im Teil 2 wird es weniger amüsant, da geht es mehr um Äußerungen von Politikern, die einen Mensch=Tier Vergleich herstellen, den Umgang damit, und dass aus der Geschichte Viele anscheinend nichts gelernt haben (das Wort „Finanzhai“ mag ich auch nicht).
Es ist vollkommen egal, ob sie Mehdorn, Zumwinkel oder Ackermann heißen. Ich mag diese Manager einfach nicht. Sie wirken auf mich allesamt unsympathisch. Sobald sie ihren Mund öffnen, kommt es mir so vor, als ob sie in Konkurrenz stehen mit dem berühmten Baron Münchhausen. Waren die Lügengeschichten eines Baron Münchhausen sehr amüsant, so wirken die seiner Konkurrenten eher unlustig. Aber eines haben der Baron und die Manager gemein: Ihre jeweils angesprochene Klientel feiert sie als Helden. So auch jüngst Herrn Ackermann, der von einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro der Deutschen Bank im ersten Quartal 2009 zu vermelden weiß, nach einem vorjährigen Verlust von 141 Millionen Euro. Und weil er ja so ein Held ist, lässt er gleichzeitig seinen Vertrag um drei Jahre verlängern.
Nein, ich gebe zu, ich habe keine Ahnung von der großen Finanzpolitik. Dennoch sind mir solche Angaben, wie das Erreichen eines Nettorenditeziels von 25 Prozent suspekt, zumal es ja auch Quellen gibt, die anderes belegen. Der deutsche Steuerzahler muss ja angeblich nicht für die Deutsche Bank zahlen, oder hat er es vielleicht, ohne es zu wissen, bereits getan? Oder zahlt eventuell der amerikanische Steuerzahler? Wieso frage ich eigentlich nach Zahlungen, wenn die Deutsche Ackermannbank soviel Gewinn macht?
Die Antwort habe ich weiter oben schon gegeben, mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.
Zur Erinnerung:
Die einst weltgrößte Versicherung, die kollabierte AIG, bei der auch die Deutsche Bank sich rückversicherte, bekam vom US-amerikanischen Staat eine Finanzspritze von 180 Milliarden Dollar. Aus diesem Topf erhielt die Deutsche Bank dann einen Betrag von 11,8 Milliarden Dollar.
Des Weiteren wird die deutsche Post Großaktionär bei der Deutschen Bank und beteiligt sich mit 8 Prozent.
Na, ist es denn wirklich ein Kunststück, bei den Einnahmen sich als großer Held zu repräsentieren? Und was sind schon 1,2 Milliarden Euro, bei den Einnahmen?
Auch wenn es unglaubwürdig erscheint, Münchhausen war für mich ehrlicher, und das war ein Held, den ich sogar mochte.
In der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 2009 wurden in der Hansa-Druckerei und beim Buchladen Zapata in Kiel Scheiben eingeworfen.
Mit diesen Taten brüsten sich Mitglieder der militanten faschistischen „Aktionsgruppe Kiel“ auf ihrer Internetseite und drohen weitere Gewalttaten an; die Landeshauptstadt Kiel solle im „Kampfjahr 2009“ wieder „Frontstadt“ werden.
Auf ihrer Sitzung am 16. Februar verabschiedeten die Mitglieder des ver.di-Bezirksvorstandes Kiel-Plön dazu die folgende Erklärung:
Mit Empörung haben wir die neuerlichen Anschläge faschistischer Verbrecher auf demokratische, alternative Einrichtungen in Kiel zur Kenntnis genommen.
Wir erklären uns mit den betroffenen Menschen solidarisch und bekräftigen unsere Forderung nach dem Verbot und der vollständigen Auflösung der NPD und aller anderen faschistischen Organisationen.
Opfer faschistischer Gewalt werden immer wieder auch Gewerkschaftsmitglieder, so erst vor zwei Tagen im Anschluss an die Demonstration gegen den Nazi-Aufmarsch in Dresden.
Da die Nazis in Kiel neue Gewalttaten angekündigt haben und mit einem aggressiven Bundestagswahlkampf der NPD zu rechnen ist, rufen wir unsere Mitglieder und alle Demokratinnen und Demokraten auf, Gesicht zu zeigen gegen Faschismus und Rassismus und immer wieder in geeigneter Form gemeinsam den Faschisten entgegenzutreten.
ver.di-Bezirksvorstand Kiel-Plön
Kiel, 16.2.2009
Hallo Uwe, yoyo und Hans-Jürgen
Dies ist zunächst die Testphase, dieser Eintrag wird in kürze gelöscht. Ihr könnt aber trotzdem schon jetzt loslegen mit bloggen.